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am Mittwoch, 08. September 2010 um 19 Uhr
Bei Enzo,
Kurze Str. 13
Alle vgi-Mitglieder und interessierte Misburg/Anderter Unternehmer sind dazu herzlich eingeladen.
 

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Neujahrsempfang des VGI 2010 PDF Drucken E-Mail
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Zahlreiche Gäste sind der Einladung gefolgt und haben sich auch in diesem Jahr zum Neujahrsempfang des VGI in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank in Misburg eingefunden.





Da es inzwischen Nachfragen nach dem Text der Eröffnungsrede gegeben hat, findet sich der Wortlaut nun auch auf unserer Internetseite.

(Text der Rede des Vorsitzenden-Andreas Baur)

Sehr geehrte anwesende Damen und Herren…

Ich begrüße Sie ganz herzlich zu unserem Neujahrsempfang des Vereins für Gewerbe und Industrie Misburg/Anderten e.V.
Mein Gruß richtet sich auch ebenfalls an unseren Bezirksbürgermeister Herrn Knut Fuljahn, von dessen Kochtalenten die meisten von uns vielleicht noch gar nichts geahnt haben.
Ich freue mich schon auf die Eröffnung des Gourmet-Restaurants „Chez Fuljahn“ hier in Misburg…

Natürlich auch ein herzliches Willkommen an die Mitglieder des Rates der Stadt Hannover und des hiesigen Bezirksrates.
Um diese Begrüßungszeremonie jetzt kurz zu halten: Hallo und Willkommen an alle. Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung gefolgt und hier erschienen sind.

Ich bedanke mich bei unseren diesjährigen Gastgebern, dass uns die Räumlichkeiten der Deutschen Bank zur Verfügung gestellt wurden.

Ebenfalls ein Dankeschön für die Mithilfe bei der Organisation dieses Abends sowie die freundliche Bewirtung durch Herrn Roger Kowallik vom Café Mukkefuk. (Wir haben den letzten Neujahrsempfang noch in angenehmer Erinnerung).

Ich kann es nicht oft genug betonen:
Der VGI ist ein wichtiges Bindeglied des ortsansässigen Handels, des Handwerks, der Gastronomie sowie auch der wenigen Industriebetriebe, die uns hier noch verblieben sind. Wir haben auch für dieses Jahr interessante bzw. unterhaltsame Aktionen für die Bürger unseres Stadtteils geplant:

-    Valentinstag
-    Ostereieraktion
-    Stadtteil- Schützenfest
-    Gewerbeschau und flankierend dazu ein verkaufsoffener Sonntag
-    Laternenumzug
-    Mein Wunsch wäre natürlich die Realisation eines Weihnachtsmarktes. Ich werde mit Interesse verfolgen, ob es in diesem Jahr klappt.

In jede Rede gehört bekanntlich mindestens ein Zitat (Ursula von der Leyen-Bundesarbeitsministerin):
"Es ist höchste Zeit, dass wir aufhören darüber zu streiten, was nicht geht, sondern sagen, wie es gehen kann.- Alle müssen sich aufeinander zubewegen!"

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft, für diejenigen, die es vielleicht im Internet noch nicht gelesen haben:

Misburg im Jahr 2050

Inzwischen sind die letzten Fachgeschäfte in diesem Stadtteil verschwunden. Eine Zeit lang haben sich noch einige Gemüsehändler und Billig-Märkte bemüht sich hier über Wasser zu halten. Doch wurden diese von den Misburgern ignoriert. Und so kam es, dass der letzte kleine Pizza-Bringdienst im Jahr 2048 seine Türen für immer in diesem Stadtteil schloss. Durch die gute Anbindung des Stadtteils ist man mittlerweile schnell mit der Straßenbahn in der hannoverschen Innenstadt.
Hier gibt es ebenfalls keine Fachgeschäfte mehr. Stattdessen sind weitere Einkaufscenter entstanden, in denen nun die Herstellereigenen Geschäfte um Kunden werben.

Auf dem früheren Deurag-Nerag Gelände ist nach einer umfassenden Sanierung des Geländes eine Hochhaus-Siedlung entstanden. Wenigstens gibt es hier noch einen Aldi sowie einen Lidl-Markt.
Ach ja…
Den Wochenmarkt gibt es in Misburg immer noch. Hier stehen jeden Samstag ein Blumenhändler sowie ein Eier-Verkäufer und bieten ihre Waren an. Im früheren Elka-Kaufhaus ist nun das Misburger Seniorenheim untergebracht.
Eine düstere Zukunft muss nicht sein – Allerdings sollte man JETZT handeln, bevor die Bahn abgefahren ist.

Am Ende: in eigener Sache...
Wie vielleicht dem einen oder anderen bekannt ist, war für mich persönlich das letzte Jahr recht turbulent und ereignisreich. Seit Januar dieses Jahres bin ich nun wieder beruflich in Hannover im Dienste der Allgemeinheit tätig.
Ich möchte Ihnen daher kurz etwas über meine Tätigkeit erzählen:
In letzter Zeit geisterten diverse Diskussionen und Artikel durch unsere Medienlandschaft. Das Thema war in allen Fällen Hartz 4!
Diejenigen, die hiervon nicht betroffen sind, was auf Sie bestimmt zutreffen dürfte, können vielleicht nicht die Situation nachempfinden, wie es diesen Menschen wirklich geht.

Arbeitslosigkeit verläuft in mehreren Stufen.

  1. Zuerst verliert man den Job (selbstverschuldet oder auch nicht)

  2. Man bezieht im Idealfall Arbeitslosengeld und hofft, recht schnell einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Man ist anfangs noch motiviert und optimistisch.

  3. In den folgenden Monaten, mit steigender Zahl der Absagen auf Bewerbungen, schwinden der Optimismus und die Motivation ganz allmählich.

  4. Der letzte Monat Arbeitslosengeldbezug bricht an. Nun ist gewiss, dass man ab dem kommenden Monat zu den viel beschimpften Hartz4-Empfängern zählt. Eine riesige Demütigung für die Betroffenen.
    Nun bewegen sich Optimismus und Motivation gegen den Nullpunkt.

  5. Nun wird auch der Druck seitens der Arbeitsagentur bzw. der ARGE erhöht.
    Mit etwas Glück landet man in einem FTEC (Festellungs,- Trainings- und Erprobungs Center) – nämlich bei meinen Kolleginnen bzw. Kollegen und mir.

Hier werden den Teilnehmern kaufmännische Grundkenntnisse u. a. EDV Kurse, Logistik, Buchführung, Marketing etc. vermittelt. Diese Maßnahmen dauern 12 Wochen wovon die Teilnehmer für 4 Wochen ein Praktikum in einem Betrieb absolvieren sollen, um einfach wieder ein Gefühl für den beruflichen Alltag zu bekommen. Natürlich wäre der Idealfall, wenn der/die Teilnehmer(in) im Anschluss die Möglichkeit eines festen Beschäftigungsverhältnisses erhält. Doch das wird von den Betrieben gar nicht erwartet.
Mit einem Praktikumsangebot wäre schon sehr geholfen. Übrigens entstehen dem Betrieb hierbei keine Kosten.

Bei diesen Teilnehmern handelt es sich übrigens nicht um arbeitsunwillige Hartz4-Empfänger! Vom jungen Akademiker mit BWL-Abschluss bis zur Bürokauffrau ist hier alles vertreten. Und es sind etliche darunter die es wirklich einfach nicht verdient haben, arbeitslos zu sein. Ich bitte sie daher alle inständig: tun Sie etwas für unsere Solidargemeinschaft und helfen Sie uns Praktikumsplätze bereitzustellen.
Sprechen Sie mich gerne an.
Danke

Zu guter Letzt wünsche ich Ihnen bzw. Euch alles Gute, Glück, Erfolg und Gesundheit für das vor uns liegende Jahr 2010…
sowie einen schönen Abend mit interessanten Gesprächen.
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


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